Osteuropäische Akzente in NRW
 

Ost >> West >> Analog >> Digital – Kunstaustausch in Echtzeit

"Borderland" ist das Pilot-Projekt einer geplanten Reihe, die ein kontinuierlich arbeitendes, russisch-europäisches Künstlernetzwerk etablieren will. Das Projekt versteht sich als offene, spartenübergreifende Plattform an der Schnittstelle von Musik, Tanz, Sprach-, Performance- und Medienkunst. Vor dem Hintergrund der Digitalisierung und einer sukzessiven Auflösung der spezifischen Kunstbereiche möchte das von den Künstlern Max Bilitza (Deutschland) und Tomas Vtipil (Tschechien) initiierte Projekt Künstler europaweit nachhaltig zusammenführen.

Ausgangspunkt von "Borderland" ist das Internetportal www.borderland-project.net. Hier stellen die teilnehmenden Künstler Skizzen, Ideen und Werkausschnitte online, die sich in einer "Virtual Jam Session" mit den künstlerischen Positionen der weiteren Teilnehmenden, ihren Arbeitsweisen und Formgebungen verflechten. Auf dieser Ebene bleibt das Projekt jedoch nicht stehen. Dem virtuellen Prozess folgt die reale Begegnung der Künstler in Workshops. Die Arbeit mündet in Aufführungen (multimedialen Konzerten und Performances), die zugleich weitere Arbeitsschritte sind: die Erfahrungen der Präsentationen fließen in die fortgesetzte Probenarbeit ein. Ein Symposium reflektiert öffentlich Anspruch und Realität des Projektverlaufs.

Das Projekt "Borderland" ist Gewinner des Wettbewerbes "kultur-im-dialog.moe", den die Schering Stiftung und der MitOst e. V. im Jahr 2011 zum 4. Mal gemeinsam ausgelobt haben. Mit dem Wettbewerb werden Kulturprojekte unterstützt, die die nachhaltigen Beziehungen zwischen Nachbarländern oder in Grenzregionen Ost-, Mittel- und Südosteuropas fördern. „Borderland“ zeichnet sich durch die Transformation und Verflechtung der Ansätze sowie die Konzentration des Künstler-Netzwerkes auf die Anforderungen der Gegenwart aus. Neben einer virtuellen Präsentationsstätte im Internet entstehen eine neuartige Medienkunstperformance und der Prototyp einer künstlerischen Produktionsweise. Beruhend auf Intermedialität und Interaktivität schafft das Projekt einen Zwischenraum zwischen Installation, Ausstellung und Konzert, in dem der künstlerische Schaffensprozess selbst inszeniert wird.

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